Nationale Ethikkommission / Schweiz. Akademie der Medizinischen Wissenschaften 11.06.2010 , 9h30 - 17h30 | Bern (Hotel Ador, Laupenstrasse 15)
Medizin für wen? Gesundheitsversorgung im Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen der Patienten und der Dynamik einer marktorientierten Medizin
Die zukünftige Sicherung der Gesundheitsversorgung ist ungewiss – verschiedene Studien und eine wachsende Sorge auf Seiten der Politik belegen dies deutlich. In jüngerer Zeit mehren sich auch die Indizien, dass die zunehmende Marktorientierung der Medizin sowie andere Entwicklungen (z.B. im Bereich «Human Enhancement»), die unter dem Stichwort der Ökonomisierung der Medizin erfasst werden können, die allgemeine Gesundheitsversorgung bzw. die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung weiter unter Druck bringen. Dies etwa durch eine Abwanderung der Fachkräfte in die lukrativen Bereiche und durch veränderte Anreizstrukturen, die weite Bereiche herkömmlicher medizinischer Tätigkeit weiter an Attraktivität einbüssen lassen.
Akademie für Ethik in der Medizin, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biomedizinische Ethik der Universität Zürich 02.09.2010 - 04.09.2010 | Zürich
Jahrestagung der AEM «Medizinethik in einer globalisierten Welt»
Medizinethische Konflikte müssen heute auch unter den Vorzeichen der Globalisierung verstanden werden. Unter welchen Umständen dürfen bei uns Gewebe implantiert werden, die aus Entwicklungs- und Schwellenländern stammen? Ist es moralisch zu rechtfertigen, eine Leihmutter aus den USA oder aus Indien zu rekrutieren? Ist es gerecht, viel Geld für einzelne teure medizinische Behandlungen auszugeben, während gleichzeitig in anderen Teilen der Erde viele Menschen an leicht zu bekämpfenden Krankheiten sterben?
Diese und viele weitere Fragen werden durch die zunehmend intensivere internationale Interaktion aufgeworfen. Sie stellen konkrete, praktisch-normative Herausforderungen an ÄrztInnen und Pflegende, Mitglieder von Ethik-Kommissionen, biomedizinische ForscherInnen und GesundheitspolitikerInnen dar, welche nach adäquaten Lösungen auf Einzelfall- oder Richtlinienebene suchen müssen. Zugleich werden aber auch komplexe grundsätzliche Probleme berührt, so etwa die Frage nach einem universalen "kleinsten gemeinsamen Nenner" in der Medizinethik.
University of Lübeck 11.10.2010 - 16.10.2010 | Call for abstract
An interdisciplinary workshop for young scholars: “Good life better – anthropological, sociological and philosophical dimensions of enhancement”
The workshop is part of a series of interdisciplinary study weeks on ethical, social and legal aspects of the modern life-sciences, funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF). The event will be organized by the Institute for the History of Medicine and Science Studies (IMGWF) at the University of Lübeck, in cooperation with the Institut für Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) in Berlin.
Target Group: PhD candidates, post-docs and young scholars in the fields of ethics, philosophy, theology, social and political sciences, cultural studies, disability studies, medicine and the life sciences.